Porta Westfalica, 27.09.2019, von Marion Waltemathe

60 Helfer üben am Blauen See

Die fünf Bückeburger Hilfsorganisationen (THW, FFW, DLRG, DRK, ASB) trafen sich wieder einmal, um ein gemeinschaftliches Training zu absolvieren.

Gemeinsam Stark für Bückeburg-alle Hilfsorganisationen auf einem Blick

Das Gelände des ehemaligen Zementwerkes bot ausreichend unterschiedliche Gegebenheiten, um verschiedene Szenarien dazustellen.
Das Wochenende startete mit der Anreise am Freitag, gemeinsamen Aufbau der Zelte und gemütlichem Ausklingen des Abends bei ausgiebigen Gesprächen.

Der Samstag begann zeitig. Nach dem Frühstück wurde an (Ausbildungs)-Stationen unterschiedliche Themen der Hilfsorganisationen gezeigt. So z.B. beim THW Sandsackverbau, beim DRK Herz-Lungen-Wiederbelebung, Psychosoziale Notfallversorgung beim ASB, und die Feuerwehr zeigte das korrekte Verhalten am Unfallort bezogen auf das Platzieren der Einsatzfahrzeuge.

Nach dem Mittagessen begann die eigentliche Übung. Es wurden mehrere Einsatzaufträge ausgesprochen. Eine Zusammenarbeit von zwei oder mehreren Organisationen war hier gewollt. Das haben sich die beiden Organisatoren Ralf Kater (THW) und Marcus Neitzert (DRLG) so ausgedacht.

Die Szenarien gestalteten sich wie folgt: In dem ehemaligen Kalksteinbruch ist eine Person abgestürzt. Eine Aufgabe für das THW, die mittels Einsatz von persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA), Schleifkorb und Manpower absolviert wurde. Der ASB sorgte für den ordnungsgemäßen Abtransport.

Als weiteres Geschehen: Auf dem weitläufigen unebenen Gelände hat es einen Autounfall mit drei Personen gegeben. Feuerwehr und DRK haben eine gute Zusammenarbeit bewiesen. Als kleines Bonbon wurde hier noch "Gefahrgut im PKW" ins Spiel gebracht.

3. Einsatzauftrag: In dem um 1900 entstandenen See wurde unter Wasser ein Objekt vemutet. Es musste durch Taucher des DRLG geborgen werden. Hebesäcke wurden angebracht. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und dem THW als Transportkomponente wurde das Objekt an Land gebracht.

Die verletzten Personen bekamen übrigens von der DRK Notfalldarstellung Minden realitätsnahe Wunden geschminkt.

Nachdem alle Einsatzaufträge abgearbeitet waren, und eine kurze Verschnaufpause genutzt wurde, kam allerdings für alle Organisationen noch ein gemeinschaftlicher Einsatzauftrag. In dem Gebiet hatte sich eine Personengruppe aufgehalten, die durch eine Horde Wildschweine aufgescheucht und getrennt wurde. Diese galt es, mittels Suchkette ausfindig zu machen.

Die vier Vermissten wurden der Reihe nach, dank Flächensuche, unversehrt aufgefunden.

Nach etwa vier Stunden ging diese anspruchsvolle Übung zu Ende. Alle 60 ehrenamtlichen Hilfskräfte sind sich einig: Wie auch schon vor zwei Jahren, war es wieder einmal ein gelungenes Wochenende, an dem man viel voneinander und miteinander gelernt hat.

In zwei Jahren wird es ein erneutes Zusammentreffen geben. Dann werden wahrscheinlich die beiden Rettungsdienste das Wochenende planen.

Text: Marion Waltemathe

Foto: Marco Mazzarisi


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