Bückeburg, 17.09.2019, von Marion Waltemathe

Der Einsatz und die Psyche

Die Belastung durch manche Einsatzszenarien ist enorm groß. Nicht nur für die Einsatzkräfte, auch Angehörige müssen mit der Schocksituation umgehen können.

Ein Einsatzort ist meist mehr als nur Trümmer beseitigen oder Abstützen, Sandsäcke stapeln oder ähnliches. Hilfskräfte und Betroffene können unter diesen erschwerten Bedingungen schlimmstenfalls ein Trauma erleiden. Doch was tut man, wenn z. B. plötzlich ein Kamerad extrem belastet ist?

Diese und weitere Fragen beantwortete uns Florian Beermann, ehemaliger Ausbilder im Bereich Krisenmanagement.

Einige Stunden theoretischer Ausbildung mit Themen zu Traumabewältigung, psychologische Betreuung, wie geht man mit psychischer und physischer (Über)-Belastung um, etc. beinhaltete der Dienstabend in der letzten Woche. Abschließend gab es eine kleine praktische Übung.

Der darauffolgende Dienst bestand aus einer Alarmübung, die zum StÜPl Röcke führte. Hier war es das Ziel, nach einer Gasexplosion das Erlernte anzuwenden. Zwei verletzte Personen mussten aufgefunden und versorgt, bzw psychologisch betreut werden.

Die eingeteilten Trupps suchten die Verwundeten auf und versorgten sie.

Als zusätzlicher Streßfaktor kam noch eine "Explosion" mit Rauchentwicklung hinzu. Die Helfer mussten Ruhe bewahren und die Verwundeten schnellstmöglich aus der Gefahrenzone bringen. Hierbei konnten die Themengebiete aus dem theoretischen Teil gut dargestellt werden.

Wir bedanken uns bei Florian für diese sehr lehrreichen, abwechslungsreichen Ausbildungsabende!
Trotz sehr ernstem Thema hat es uns allen viel Spaß gemacht.


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