Hameln, 22.08.2020, von Manuel Laeuffer

Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen übt für den Ernstfall

Unterschiedliche Gefahrstoffe können das Gleichgewicht in Gewässern empfindlich stören. In diesem Fall müssen umgehend geeignete Maßnahmen getroffen werden, um größere Schäden für Gewässer und die darin befindlichen Lebewesen zu verhindern.

Dies war die Ausgangssituation für unsere Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen, die am vergangenen Samstag, den 22.08.2020, erneut auf dem Wasserübungsplatz Wouldham Park in Hameln zu Gast war.

Gegen 8:30 h ging es an der Unterkunft in Bückeburg mit MLW 2, MLW 4 und LKW 7t Ladebordwand Richtung Rattenfängerstadt.

Gegen 9:15 h traf die Gruppe mit einer Stärke von 0/3/6/9 am Übungsplatz ein.

Zuerst wurde ein kleines Lager mit Pavillon, Tischen und Bänken und Verpflegung eingerichtet.

Der Gruppenführer Alexander Bartsch führte dann den Tagesablauf vor, der dann auch direkt mit einer Unterweisung „Arbeiten am und im Wasser“ begann. Außerdem wurde auf einige Besonderheiten auf dem Platz hingewiesen. Nach einer kurzen Wiederholung der Unfallverhütungsvorschriften (UVV) ging es für alle mit der Einweisung in das Übungsszenario weiter.

Es wurde folgende Lage dargestellt:

Nach starken Regenfällen wurde verstärkt Gülle von den angrenzenden Feldern in die Weser gespült. Dies führte zu einem extremen Anstieg des Nitratwertes. Die Umweltbehörde des Landkreises Hameln-Pyrmont ersuchte das THW um Hilfe. Die Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen bekam den Auftrag im Mündungsbereich der Humme in die Weser den Sauerstoffgehalt der Weser zu erhöhen.

Dazu wurden zwei Pumpenstrecken mit einer Länge von je rund 130 Metern aufgebaut und in jeder Leitung wurde ein Pufferbecken installiert.

So wurde eine gleichmäßige Belastung aller eingesetzten Pumpen erreicht.

Im Einsatz waren die vorhandenen Elektrokleinpumpen der Fachgruppe. Darunter eine Tauchpumpe (TP) mit 400 Liter / Minute, eine weitere TP mit 1200 Liter / Minute und eine Chiemseepumpe mit 1600 Liter / Minute. Die Pumpen wurden über einen 8 kVA und einen 13 kVA Stromerzeuger mit Energie versorgt. Weiterhin wurde eine Schmutzwasserkreiselpumpe mit 600 Litern pro Minute betrieben, diese hat einen eigenen Verbrennungsmotor.

Nach dem Aufbau wurden dann verschiedene Möglichkeiten erprobt, das Flusswasser so effektiv wie möglich mit Sauerstoff anzureichern. Dabei wurden unterschiedliche Armaturen wie Strahlrohre, Verteiler und Adapterkupplungen in immer wieder wechselnden Positionen verwendet, um eine möglichst starke Verwirbelung des eingeleiteten Wassers zu erreichen.

Nach der Mittagspause wurden die beiden Schlauchleitungen zu einer Leitung verbunden und weitere Versuche und Tests unternommen.

Der Rückbau am späten Nachmittag verlief dann wie die gesamte Übung reibungslos, sodass sich alle Teilnehmer gegen 18:00 h im Ortsverband in Bückeburg zurück melden konnten.

Trotz der Abstands- und Hygieneregeln, die aktuell wegen der Coronapandemie immer noch gelten, hatten alle Helfer einen tollen und lehrreichen Ausbildungstag.


Foto: Manuel Laeuffer, THW


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