20.03.2022, von M.Waltemathe

Übung der Fachgruppe W/P am Mittellandkanal

Mit zwei Großfahrzeugen und dem 35 KVA zog unsere Fachgruppe los zur Slip- und Wasserstelle Hespe

Die lang anhaltende Trockenheit hat dafür gesorgt, das im Schaumburger Wald ein erheblicher Flächenbrand entstanden ist. Bisher sind 100 Hektar Wald zerstört worden. Der Wind aus Süd-Ost treibt die Flammen weiter in Richtung Waldgebiet. Die Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen aus dem Ortsverband Hannover-Langenhagen und aus Wunstorf unterstützen die Feuerwehr im nördlichen Bereich bereits schon seit zwei Tagen.
Die Siedlung Waldkrone ist evakuiert worden und eine Schneise zum Wald wird errichtet. Zeitgleich sind Löscharbeiten im Gange. Die Wasseraufnahme ist durch schlechte Zuwegung schwierig. Die starke Rauchentwicklung zwingt Einsatzkräfte immer wieder, sich zurückzuziehen.

Eine Löschwasserentnahmestelle am Bootshaus in Hespe soll in einen Kreisverkehr für Löschfahrzeuge installiert werden. Die selbstständige Entnahme des Löschwassers muss gewährleistet sein. Ca. 2000 Liter Wasser müssen den Tanklöschfahrzeugen permanent zur Verfügung stehen.

So lautet der Auftrag der Übung, die am Samstag bei strahlend blauem Himmel stattfand.

Die Entnahmestelle, bestehend aus einem 3000 Liter fassendem Auffangbehälter, wurde durch ein Pufferbecken befüllt. Aus dem Mittellandkanal förderte eine Mast- Pumpe mit Förderleistung 2500 L/min in dieses Pufferbecken hinein. Ein Schwimmer sorgte für einen gleichbleibenden Wassserpegel. Überschüssiges Wasser lief kontrolliert über Schläuche wieder in den Kanal.

Bei erhöhtem Löschwasserbedarf bestand die Option, mittels einer Schmutzwasserpumpe zusätzlich Wasser in das 3000 Liter Becken zu befördern.

Das so dargestellte Szenario gab genug Gelegenheiten, sich mit Material und Leistung auseinander zu setzen. Es konnten diverse Möglichkeiten des Löschwassertransportes geübt werden. Die unterschiedlichen Pumpen wurden in verschiedenen Konstellationen und Leistungssstufen ausprobiert.

Die Helfer/innen der Fachgruppe wurden durch die Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung (N) unterstützt. Sie lieferte den nötigen Strom. Auch im Einsatzfall wäre so eine Zusammenarbeit denkbar.

Der "Einsatzauftrag" war nach ca. sechs Stunden beendet und zog noch etwa zwei Stunden Nachbereitung nach sich. Alles in allem ein gelungener Übungs-Samstag.


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